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TARMED

Am 1. Januar 2004 ist der Einzelleistungstarif TARMED (tarif médical) flächendeckend in der ganzen Schweiz eingeführt worden. TARMED löste die unterschiedlichen kantonalen Tarife sowie den Spitalleistungskatalog ab. Fast alle ambulanten Arzt- und Spitalrechnungen, die von den Krankenversicherern bezahlt werden, werden seither unter Anwendung des TARMED-Tarifs fakturiert.
curafutura arbeitet bei der strukturellen Erarbeitung, Anpassung und Pflege der ambulanten Tarifstruktur TARMED aktiv mit. Der Verband unterstützt seine Mitglieder mit Expertenmeinungen zum Tarif und mit verbandsinternen Gremien zur Tarifstruktur.

Am 1. Oktober 2014 tritt die Verordnung über die Anpassung von Tarifstrukturen in der Krankenversicherung in Kraft. Die Unfallversicherer, die Invalidenversicherung und die Militärversicherung schliessen sich dieser Lösung an. Ziel der Verordnung ist die finanzielle Besserstellung der Grundversorger, namentlich der Hausärztinnen und Kinderärzte in ihrer hausärztlichen Tätigkeit. Gleichzeitig sinkt die Entschädigung für technische Leistungen in bestimmten Spezialisten-Kapiteln des TARMED. Mit der Verordnung tritt die Version TARMED 1.08_BR in Kraft.
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Rechtssicherheit nach TARMED-Tarifeingriff
Am 15. September 2016 reichen die Tarifpartner (curafutura, FMH, H+ und santésuisse) gemeinsam die Vereinbarung zur Verlängerung des TARMED 1.08_BR beim Bundesrat ein. Dieser Schritt wurde notwendig, da die Spitäler der Schweiz, vertreten durch H+, den Anschluss am Rahmenvertrag TARMED fristgerecht auf den 21. Dezember 2016 gekündigt hatten. Somit ist die Rechtssicherheit der Anwendung des TARMED im Jahr 2017 sichergestellt.
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Vernehmlassung zur Verordnungsänderung zur Anpassung des Arzttarifes
Im März 2017 eröffnet der Bundesrat die Vernehmlassung zur Anpassung des TARMED per 2018. curaftura begrüsst den Vorschlag des Bundesrates als notwendigen Zwischenschritt zu einem revidierten Arzttarif. Medienmitteilung 22.05.2017
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Revision des Arzttarifs
Gemeinsam mit den Tarifpartnern FMH und H+ sowie MTK Medizinaltarif-Kommission UVG arbeitet curafutura an der Erarbeitung eines neuen Arzttarifs, der den TARMED ablösen soll. Am 18. Januar 2016 wurde die gemeinsame Organisation ats-tms gegründet.

Nicht sachgerecht und nicht gesetzeskonform

curafutura kann den neuen Arzttarif in der vorliegenden Form nicht gutheissen. Das Tarifwerk entspricht – trotz vieler guter Ansätze – nicht den gesetzlichen Vorgaben. Der Verband verlangt daher die Überarbeitung der Tarifstruktur durch die «ats-tms AG».

Nach intensiver Prüfung lehnt es curafutura ab, den neuen Arzttarif «ats-tms V1.0» beim Bundesrat einzureichen. Die vertiefte Analyse des neuen Vertragswerks hat gezeigt, dass die Tarifstruktur in ihrer heutigen Form nicht sachgerecht ist, den betriebswirtschaftlichen Anforderungen nicht Rechnung trägt und dem geltenden Recht widerspricht, wonach der Wechsel hin zu einer neuen Tarifstruktur kostenneutral zu erfolgen hat. curafutura ist weiterhin bereit, den von den Tarifpartnern eingeschlagenen Weg gemeinsam und konstruktiv weiterzugehen. Der Verband fordert jedoch, dass sich alle beteiligten Tarifpartner zu einer sachgerechten Struktur bekennen, welche für die Versicherten keine Mehrkosten zur Folge hat.

Nicht akzeptable Mengen- und Kosteneffekte

Ein zentraler Kritikpunkt am vorliegenden neuen Tarifwerk ist das weitgehende Fehlen von Regeln zur Überprüfung von Zweckmässigkeit und Wirtschaftlichkeit der medizinischen Leistungen. Fehlende Mengen- und Zeitlimitationen bei der Abrechnung der Einzelleistungen würden ausserdem zu unvorhersehbaren Mengen- und Kostensteigerungen führen. curafutura geht davon aus, dass die Kosten für medizinische Leistungen mit der neuen normierten Tarifstruktur generell um 4 bis 5 Prozent, das heisst ca. 500 Millionen Franken, steigen würden. Der Verband fordert deshalb eine Tarifstruktur mit einem klaren Regelwerk. Eindeutige Regeln stellen die sachgerechte Abrechnung der Leistungen sicher und verhindern Missbrauch.

«Normierung» als Voraussetzung des Tarifwechsels

Zentraler Bestandteil eines neuen Arzttarifs für ambulante Leistungen ist die Normierung, die dafür sorgt, dass die neue Tarifstruktur – wie vom Gesetzgeber gefordert – kostenneutral ist. Ein Grossteil der Ärzteschaft wehrt sich gegen diese Normierung und verlangt, dass deren Effekt in den kommenden Jahren wieder ausgeglichen wird. Die Folge davon wäre eine schrittweise Kostensteigerung von etwa 4 bis 5 Milliarden Franken. Grund genug, dass curafutura diese Forderung im Interesse der Versicherten ablehnt. Dazu curafutura-Direktor Pius Zängerle: «Die Prämien der Krankenversicherung sind für viele Familien schon heute kaum mehr tragbar. Die von den Leistungserbringern geforderten zusätzlichen Milliarden sind ein Ansinnen, das curafutura als Vertreterin von vier Millionen Versicherten nicht akzeptieren kann».

Die Stunde der «ats-tms AG»

curafutura betrachtet das vorliegende Tarifwerk als Standortbestimmung mit guten Ansätzen. Hingegen ist der neue Arzttarif nach Ansicht des Verbands derzeit nicht reif, um Ende Juni beim Bundesrat zur Genehmigung eingereicht zu werden. Die kommenden Monate müssen zwingend zur Überarbeitung der jetzt vorliegenden Tarifstruktur eingesetzt werden. Dazu gehört der Aufbau einer soliden Datenbasis – eine Aufgabe, welche in die Kompetenz der neu gegründeten Tariforganisation «ats-tms AG» gegeben werden muss.
curafutura ist weiterhin bereit, die Arbeiten tatkräftig zu unterstützen. Dazu noch einmal Pius Zängerle: «curafutura will damit einen Beitrag leisten, um der neuen Tarifstruktur ats-tms zum Durchbruch zu verhelfen. Wir hoffen, dass sich alle Tarifpartner daran beteiligen und dass der Bundesrat zu diesem Vorgehen Hand bietet».

Kontakt für Medienschaffende:

Pius Zängerle, Direktor
Telefon: 031 310 01 84; Mobile: 079 653 12 60; pius.zaengerle@curafutura.ch

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