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Mittel- und Gegenständeliste (MiGeL)

Link zur Mittel- und Gegenständeliste des BAG

Neuer Tarifvertrag bringt weitere Qualitätssteigerung in den Apotheken

Die Krankenversicherer und Apotheken haben sich über die Zukunft des Tarifvertrags «Leistungsorientierte Abgeltung» (LOA) geeinigt. Es wurde ein Vertragswerk unterzeichnet, das die Qualitätssicherung in der Apotheke weiter verbindlich festschreibt und die Grundlage schafft, anstehende Gesetzesänderungen in einer künftigen, umfassend revidierten Tarifstruktur aufzunehmen. Ab dem kommendem Jahr wird es neu regelmässige Qualitätstests in allen Schweizer Apotheken geben.

Auf das neue Vertragswerk hat sich der Apothekerverband pharmaSuisse mit den Verbänden der Krankenversicherer curafutura und santésuisse geeinigt. Die Zustimmung des Bundesrats vorausgesetzt, wird die Tarifstruktur schweizweit für alle Versicherer und Apotheken gelten. Somit wird die Qualitätsprüfung, der sich bisher nur die LOA-Vertragsapotheken unterziehen mussten, neu in allen Schweizer Apotheken durchgeführt. Die Qualitätsprüfung basiert auf standardisierten Testkäufen. Apotheken, welche die Qualitätsanforderungen nicht erfüllen, können von einem kantonalen Schiedsgericht sanktioniert werden.

Mit einigen Anpassungen und Korrekturen werden grundsätzlich die bewährten Elemente des bisherigen Tarifvertrags weitergeführt. Dieser regelt seit 2001 die Abgeltung der Leistungen des Apothekers im Zusammenhang mit der Abgabe von rezeptpflichtigen Medikamenten, die von den Krankenversicherungen bezahlt werden. Dabei werden Apothekerinnen und Apotheker unabhängig vom Preis des Medikaments für ihre Leistung abgegolten.

Gemeinsam haben die Partner den neuen LOA-Vertrag zur Prüfung beim Bundesamt für Gesundheit eingereicht. Die Zustimmung des Bundesrats vorausgesetzt, wird diese per
1. Januar 2016 in Kraft treten und bis Abschluss eines neuen, umfassend revidierten Vertragswerks gelten, voraussichtlich bis zum 1. Januar 2019.

Diese Zeit werden die Tarifpartner nutzen: Geplant ist, bis Ende 2017 ein neues Abgeltungsmodell zu entwickeln, das die Vertriebsleistungen der Apotheken und die patientenorientierten Leistungen des Fachpersonals besser abgrenzt. Die Fachleistungen sollen darin durch klar definierte und für den Patienten nachvollziehbare Tarifpositionen ergänzt werden. Ein zusätzlicher Tarif soll für neue Apothekerleistungen – beispielsweise
Impfungen – geprüft werden, basierend auf neuen gesetzlichen Grundlagen, die das Parlament mit den Revisionen des Medizinialberufegesetzes, des Heilmittelgesetzes sowie des Krankenversicherungsgesetzes vorgibt. Ziel der Vertragspartner wie auch des Parlaments ist es, die Apotheken besser in die Grundversorgung zu integrieren und den lokalen ambulanten Sektor zu entlasten. Die Partner müssen vor der vertraglichen Umsetzung auf das Inkrafttreten der revidierten Gesetze und das Vorliegen der entsprechenden Verordnungen warten.

Kontakt für Medienschaffende:

 •   curafutura: Pius Zängerle, Direktor,
     Telefon: 031 310 01 84, pius.zaengerle@curafutura.ch
•    pharmaSuisse: Stephanie Rohrer, Leiterin Kommunikation & Marketing
     Telefon: 031 978 58 20, stephanie.rohrer@pharmaSuisse.org
•    santésuisse: Verena Nold, Direktorin,
     Telefon: 032 625 42 62, verena.nold@santesuisse.ch

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