TARMED: Höchste Zeit für Sofortmassnahmen

Im Interesse einer schnellen und spürbaren Entlastung der Versicherten schlägt curafutura dem Bundesrat ein Massnahmenpaket für eine Teilanpassung des Arzttarifs TARMED vor. Damit kann der Bundesrat umgehend Gegensteuer gegen klar überhöhte ärztliche Tarife geben. Der subsidiäre Tarifeingriff sollte spätestens per 1. Juli 2017 erfolgen. Er würde die Prämienentwicklung per 2018 dämpfen. Die geschätzten Einsparungen der Vorschläge von curafutura liegen bei rund 600 Mio. Franken.

Die Tarifstruktur Tarmed bedarf einer dringenden Revision: Sie ist veraltet und nicht mehr sachgerecht. Darüber sind sich alle Tarifpartner einig. Eine neue Tarifstruktur konnte aber nicht termingerecht geliefert werden. Darum will der Bundesrat selber dringliche Anpassungen verordnen. 

curafutura hat von Anfang zu einer konstruktiven und einvernehmlichen Tarifrevision Hand geboten und bedauert, dass die Bemühungen um faire und zeitgemässe Tarifstrukturen bisher nicht erfolgreich waren. Darum ist nun der Bundesrat gefordert. Er hat die Möglichkeit, subsidiär Anpassungen vorzunehmen. Angesichts der übermässig steigenden Kosten und Prämien begrüsst curafutura diese Intervention.

Eingriffe bei überhöhten Tarifen

Bundesrat Alain Berset hat die Tarifpartner aufgefordert, bis Ende Oktober 2016 Vorschläge für Anpassungen am Arzttarif TARMED einzureichen, um dringend notwendige Tarifanpassungen zu Gunsten der Versicherten umsetzen zu können. Dazu hat curafutura heute Vorschläge eingereicht. Der Verband unterstützt damit den Bundesrat in seinem Bestreben, sich wirkungsvoll für die legitimen Interessen der Versicherten einzusetzen. Die Vorschläge von curafutura zielen auf überhöhte Tarife sowie auf mehr Transparenz und die Aufwertung ärztlicher Gespräche mit den Patienten. Konkret:

 -   Wo der Einsatz zeitgemässer Technologien den Zeitbedarf für Behandlungen gegenüber früher reduziert, darf nicht mehr nach dem alten Tarif entschädigt werden. Das ist vor allem in folgenden Bereichen der Fall: Radiologie, Radiotherapie, Augenheilkunde, ambulante Chirurgie, und teilweise in der Dermatologie und Hals-/Nasen-/Ohrenmedizin.

-   Therapeutisch notwendige Gespräche der Ärzte sind im alten Tarif unterbewertet. Sie sollen darum gegenüber spezialärztlicher Diagnostik und Eingriffen höher bewertet werden. Das entspricht einem weit verbreiteten Bedürfnis der Patienten.

-   Heute ist weder für die Patienten noch für die Versicherer ersichtlich, wofür bei Konsultationen wieviel Zeit aufgewendet wird. Aus diesem Grund ist die Transparenz bezüglich der erbrachten Leistungen zu erhöhen.

Pius Zängerle, Direktor von curafutura: «Mit ihren Vorschlägen will curafutura den Bundesrat beim angekündigten Tarifeingriff unterstützen. curafutura setzt sich dafür ein, dass der Bundesrat den Tarifeingriff spätestens per 1. Juli 2017 vornehmen kann. Der subsidiäre Eingriff des Bundesrats soll die Tarifpartner aufrütteln, endlich den Ernst der Lage zu erkennen und konstruktiv an einem neuen Tarif mitzuwirken. Nur so lassen sich weitere behördliche Eingriffe abwenden.» 

Wie geht es weiter mit der Tarifrevision?

Nebst dem Tarifeingriff am TARMED hält curafutura an der dringenden Notwendigkeit einer umfassenden Revision der total veralteten Arzttarifstruktur für die ambulante medizinische Versorgung fest. 

«curafutura ist bereit, die Arbeiten für die Tarifrevision im Rahmen der eigens dafür geschaffenen Tariforganisation ats-tms AG fortzusetzen. Wir fordern die anderen Tarifpartner auf, keine Alleingänge auf dieser schwierigen Reise zu machen, sondern sich gemeinsam für eine akzeptable Lösung einzusetzen», betont Pius Zängerle. 

Kontakt für Medienschaffende:

Pius Zängerle, Direktor
Telefon: 031 310 01 84; Mobile: 079 653 12 60; pius.zaengerle@curafutura.ch

Andrea Arcidiacono, Kommunikation
Telefon: 031 310 01 85; Mobile: 079 830 57 44; andrea.arcidiacono(at)curafutura.ch

Zusammenfassung der Massnahmen: einige ausgewählte Beispiele

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16.04.2019

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Commissions versées aux courtiers: une solution de branche devrait être acceptée. La CSSS-E a confirmé la décision… https://t.co/mDTOJFiPRA

TARMED: Höchste Zeit für Sofortmassnahmen

Im Interesse einer schnellen und spürbaren Entlastung der Versicherten schlägt curafutura dem Bundesrat ein Massnahmenpaket für eine Teilanpassung des Arzttarifs TARMED vor. Damit kann der Bundesrat umgehend Gegensteuer gegen klar überhöhte ärztliche Tarife geben. Der subsidiäre Tarifeingriff sollte spätestens per 1. Juli 2017 erfolgen. Er würde die Prämienentwicklung per 2018 dämpfen. Die geschätzten Einsparungen der Vorschläge von curafutura liegen bei rund 600 Mio. Franken.

Die Tarifstruktur Tarmed bedarf einer dringenden Revision: Sie ist veraltet und nicht mehr sachgerecht. Darüber sind sich alle Tarifpartner einig. Eine neue Tarifstruktur konnte aber nicht termingerecht geliefert werden. Darum will der Bundesrat selber dringliche Anpassungen verordnen. 

curafutura hat von Anfang zu einer konstruktiven und einvernehmlichen Tarifrevision Hand geboten und bedauert, dass die Bemühungen um faire und zeitgemässe Tarifstrukturen bisher nicht erfolgreich waren. Darum ist nun der Bundesrat gefordert. Er hat die Möglichkeit, subsidiär Anpassungen vorzunehmen. Angesichts der übermässig steigenden Kosten und Prämien begrüsst curafutura diese Intervention.

Eingriffe bei überhöhten Tarifen

Bundesrat Alain Berset hat die Tarifpartner aufgefordert, bis Ende Oktober 2016 Vorschläge für Anpassungen am Arzttarif TARMED einzureichen, um dringend notwendige Tarifanpassungen zu Gunsten der Versicherten umsetzen zu können. Dazu hat curafutura heute Vorschläge eingereicht. Der Verband unterstützt damit den Bundesrat in seinem Bestreben, sich wirkungsvoll für die legitimen Interessen der Versicherten einzusetzen. Die Vorschläge von curafutura zielen auf überhöhte Tarife sowie auf mehr Transparenz und die Aufwertung ärztlicher Gespräche mit den Patienten. Konkret:

 -   Wo der Einsatz zeitgemässer Technologien den Zeitbedarf für Behandlungen gegenüber früher reduziert, darf nicht mehr nach dem alten Tarif entschädigt werden. Das ist vor allem in folgenden Bereichen der Fall: Radiologie, Radiotherapie, Augenheilkunde, ambulante Chirurgie, und teilweise in der Dermatologie und Hals-/Nasen-/Ohrenmedizin.

-   Therapeutisch notwendige Gespräche der Ärzte sind im alten Tarif unterbewertet. Sie sollen darum gegenüber spezialärztlicher Diagnostik und Eingriffen höher bewertet werden. Das entspricht einem weit verbreiteten Bedürfnis der Patienten.

-   Heute ist weder für die Patienten noch für die Versicherer ersichtlich, wofür bei Konsultationen wieviel Zeit aufgewendet wird. Aus diesem Grund ist die Transparenz bezüglich der erbrachten Leistungen zu erhöhen.

Pius Zängerle, Direktor von curafutura: «Mit ihren Vorschlägen will curafutura den Bundesrat beim angekündigten Tarifeingriff unterstützen. curafutura setzt sich dafür ein, dass der Bundesrat den Tarifeingriff spätestens per 1. Juli 2017 vornehmen kann. Der subsidiäre Eingriff des Bundesrats soll die Tarifpartner aufrütteln, endlich den Ernst der Lage zu erkennen und konstruktiv an einem neuen Tarif mitzuwirken. Nur so lassen sich weitere behördliche Eingriffe abwenden.» 

Wie geht es weiter mit der Tarifrevision?

Nebst dem Tarifeingriff am TARMED hält curafutura an der dringenden Notwendigkeit einer umfassenden Revision der total veralteten Arzttarifstruktur für die ambulante medizinische Versorgung fest. 

«curafutura ist bereit, die Arbeiten für die Tarifrevision im Rahmen der eigens dafür geschaffenen Tariforganisation ats-tms AG fortzusetzen. Wir fordern die anderen Tarifpartner auf, keine Alleingänge auf dieser schwierigen Reise zu machen, sondern sich gemeinsam für eine akzeptable Lösung einzusetzen», betont Pius Zängerle. 

Kontakt für Medienschaffende:

Pius Zängerle, Direktor
Telefon: 031 310 01 84; Mobile: 079 653 12 60; pius.zaengerle@curafutura.ch

Andrea Arcidiacono, Kommunikation
Telefon: 031 310 01 85; Mobile: 079 830 57 44; andrea.arcidiacono(at)curafutura.ch

Zusammenfassung der Massnahmen: einige ausgewählte Beispiele

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