CSS, Helsana und Sanitas schliessen sich zu neuem Verband zusammen

CSS, Helsana und Sanitas gründen den Verband „curafutura - Die innovativen Krankenversicherer“. Mit dem neuen Verband übernehmen die Gründungsmitglieder ihre gesellschaftspolitische Verantwortung. curafutura bringt sich mit klarer Stimme und zugunsten der Versicherten in die Diskussion um die Ausgestaltung des Gesundheitswesens ein. Das Präsidium übernimmt der Arzt und Tessiner FDP-Nationalrat Dr. Ignazio Cassis. Der Verband ist offen für weitere Mitglieder, die dieselben Werte teilen. Um sich ab 2014 auf die Verbandsarbeit bei curafutura konzentrieren zu können, treten CSS und Helsana Ende Jahr aus Santésuisse aus.

curafutura setzt sich für ein weiterhin liberales Gesundheitssystem ein. Liberal ist ein System, in welchem der Staat keine zentrale, sondern lediglich eine subsidiäre Rolle einnimmt und in welchem die Vertragspartner (Versicherer und Leistungserbringer) einen grossen Handlungsspielraum für neue Angebote und Lösungen haben. Es stehen wichtige Themen und Herausforderungen im Gesundheitswesen an. Die bestehenden Verbände sind bei zentralen Entscheiden blockiert und können sich nicht zu grundlegenden Änderungen durchringen. Die Zusammenarbeit mit den Tarifpartnern zum Beispiel ist ins Stocken geraten. curafutura will diese Blockaden lösen und die Zusammenarbeit im Gesundheitswesen voran bringen.

Deshalb haben sich die drei grossen Krankenversicherer CSS, Helsana und Sanitas entschieden, curafutura zu gründen. Die Gründung eines neuen, partnerschaftlichen Verbandes ist ein Befreiungsschlag. Die Mitglieder wollen sich durch schlanke Strukturen schlagkräftig und reformwillig mit den anderen Partnern bei den anstehenden Herausforderungen im Gesundheitswesen einbringen. Der Verband ist offen für neue Mitglieder, die die gleichen Werte teilen. Doppelmitgliedschaften in anderen Krankenversicherungsverbänden sind ausgeschlossen. Deshalb treten CSS und Helsana per Ende 2013 aus der Santésuisse und Helsana sowie Sanitas aus der ASK aus.

Ignazio Cassis übernimmt Präsidium von curafutura 

curafutura wird präsidiert von Dr. Ignazio Cassis, Arzt und Tessiner FDP-Nationalrat. Neben dem Präsidenten setzt sich der Vorstand von curafutura aus den drei Verwaltungsratspräsidenten Jens Alder (Sanitas), Prof. Dr. Thomas D. Szucs (Helsana), Jodok Wyer (CSS), sowie aus den drei CEOs Otto Bitterli (Sanitas), Georg Portmann (CSS) und Daniel H. Schmutz (Helsana) zusammen. Der Direktor der ASK Reto Dietschi hat angekündigt, als Direktor zu curafutura zu wechseln.

Ausrichtung von curafutura

  • curafutura setzt sich für ein wettbewerblich organisiertes Gesundheitssystem ein. Eine Vielzahl an Krankenversicherern stehen untereinander im Wettbewerb, verbessern deswegen gemeinsam mit den Leistungsanbietern die Gesundheitsversorgung für die Patienten und Versicherten. Es stehen Herausforderungen im Gesundheitswesen an – wie die Betreuung von Demenzkranken – welche curafutura gemeinsam mit allen Gesundheitspartnern in Angriff nehmen will.

  • curafutura fordert ein weiterhin liberales Gesundheitssystem. Neue Lösungen und verbesserte Angebote können nur in einem nicht zu stark regulierten Markt entstehen. Die Versicherer und Leistungserbringer handeln dabei im Sinne ihrer Kunden und deren Bedürfnisse. Der Staat hat in der Schweiz eigentlich einen subsidiären Auftrag in Gesundheitsfragen – nimmt aber vermehrt eine zentrale Führungsrolle ein.

  • curafutura fordert innovative Versorgungsmodelle. In der Industrie nennt man es Forschung & Entwicklung. Im Gesundheitswesen sind dies zum Beispiel Gruppenpraxen oder Gesundheitszentren. Curafutura will Lösungen, die der Kostensenkung und den aktuellen und zukünftigen Bedürfnissen der Patienten gleichermassen gerecht werden. Solche Angebote können nur gemeinsam zwischen Versicherern und Leistungserbringern weiterentwickelt werden. Deshalb setzt sich curafutura für eine offene und konstruktive Zusammenarbeit mit den Vertragspartnern ein.

  • curafutura will die Transparenz in der Branche weiter fördern, denn dies ist eine wichtige Spielregel für ein liberales Gesundheitssystem.

Kontakt für Medienschaffende:

Nationalrat Dr. med. Ignazio Cassis, Präsident
Mobile: 079 318 20 30, Mail: ignazio.cassis@parl.ch

 

drucken pdf
13.03.2019

twittercurafutura

Unsere Tarifpartner von @doctorfmh haben eine neue Webpage - und die gefällt @curafutura richtig gut :-) https://t.co/1KlmsLe8ja

Arzttarif

TARMED - Nationale Tarifstruktur für ärztliche Leistungen

Der TARMED ist die gesamtschweizerische Tarifstruktur für ambulante ärztliche Leistungen. Die Einzelleistungstarifstruktur dient der Abrechnung ambulant erbrachter Leistungen in Arztpraxen, Kliniken und Spitälern.

Der TARMED wurde per 1. Januar 2004 eingeführt. In den ersten Jahren nach Einführung erfolgten kleinere Tarifrevisionen bis es zu einem eigentlichen Reformstau kam. Spätere umfassende Anpassungen erfolgten durch Verordnungen des Bundesrates. Die Verordnung per 1. Oktober 2014 bezweckte die finanzielle Besserstellung der Grundversorger (Hausärztinnen und -ärzte sowie Kinder- und Jugendärztinnen und -ärzte) durch eine Umverteilung zulasten der Spezialisten-Tarifstrukturkapitel. Die Verordnung erreichte das Ziel, wie durch ein Monitoring von curafutura belegt werden konnte. Eine zweite Verordnung des Bundesrates trat per 1. Januar 2018 in Kraft. Ziel des Bundesrates ist es, die gröbsten Unzulänglichkeiten des veralteten TARMED zu beheben. Der erneute Tarifeingriff beinhaltet Anpassungen auf verschiedenen Ebenen der Parameter der Tarifstruktur. Ob der Tarifeingriff seine volle Wirkung einer Dämpfung des Kostenwachstums über die Behebung von veralteten Bewertungen und Einführung von verschärften Limitationen erreicht, ist derzeit noch offen.

CSS, Helsana und Sanitas schliessen sich zu neuem Verband zusammen

CSS, Helsana und Sanitas gründen den Verband „curafutura - Die innovativen Krankenversicherer“. Mit dem neuen Verband übernehmen die Gründungsmitglieder ihre gesellschaftspolitische Verantwortung. curafutura bringt sich mit klarer Stimme und zugunsten der Versicherten in die Diskussion um die Ausgestaltung des Gesundheitswesens ein. Das Präsidium übernimmt der Arzt und Tessiner FDP-Nationalrat Dr. Ignazio Cassis. Der Verband ist offen für weitere Mitglieder, die dieselben Werte teilen. Um sich ab 2014 auf die Verbandsarbeit bei curafutura konzentrieren zu können, treten CSS und Helsana Ende Jahr aus Santésuisse aus.

curafutura setzt sich für ein weiterhin liberales Gesundheitssystem ein. Liberal ist ein System, in welchem der Staat keine zentrale, sondern lediglich eine subsidiäre Rolle einnimmt und in welchem die Vertragspartner (Versicherer und Leistungserbringer) einen grossen Handlungsspielraum für neue Angebote und Lösungen haben. Es stehen wichtige Themen und Herausforderungen im Gesundheitswesen an. Die bestehenden Verbände sind bei zentralen Entscheiden blockiert und können sich nicht zu grundlegenden Änderungen durchringen. Die Zusammenarbeit mit den Tarifpartnern zum Beispiel ist ins Stocken geraten. curafutura will diese Blockaden lösen und die Zusammenarbeit im Gesundheitswesen voran bringen.

Deshalb haben sich die drei grossen Krankenversicherer CSS, Helsana und Sanitas entschieden, curafutura zu gründen. Die Gründung eines neuen, partnerschaftlichen Verbandes ist ein Befreiungsschlag. Die Mitglieder wollen sich durch schlanke Strukturen schlagkräftig und reformwillig mit den anderen Partnern bei den anstehenden Herausforderungen im Gesundheitswesen einbringen. Der Verband ist offen für neue Mitglieder, die die gleichen Werte teilen. Doppelmitgliedschaften in anderen Krankenversicherungsverbänden sind ausgeschlossen. Deshalb treten CSS und Helsana per Ende 2013 aus der Santésuisse und Helsana sowie Sanitas aus der ASK aus.

Ignazio Cassis übernimmt Präsidium von curafutura 

curafutura wird präsidiert von Dr. Ignazio Cassis, Arzt und Tessiner FDP-Nationalrat. Neben dem Präsidenten setzt sich der Vorstand von curafutura aus den drei Verwaltungsratspräsidenten Jens Alder (Sanitas), Prof. Dr. Thomas D. Szucs (Helsana), Jodok Wyer (CSS), sowie aus den drei CEOs Otto Bitterli (Sanitas), Georg Portmann (CSS) und Daniel H. Schmutz (Helsana) zusammen. Der Direktor der ASK Reto Dietschi hat angekündigt, als Direktor zu curafutura zu wechseln.

Ausrichtung von curafutura

  • curafutura setzt sich für ein wettbewerblich organisiertes Gesundheitssystem ein. Eine Vielzahl an Krankenversicherern stehen untereinander im Wettbewerb, verbessern deswegen gemeinsam mit den Leistungsanbietern die Gesundheitsversorgung für die Patienten und Versicherten. Es stehen Herausforderungen im Gesundheitswesen an – wie die Betreuung von Demenzkranken – welche curafutura gemeinsam mit allen Gesundheitspartnern in Angriff nehmen will.

  • curafutura fordert ein weiterhin liberales Gesundheitssystem. Neue Lösungen und verbesserte Angebote können nur in einem nicht zu stark regulierten Markt entstehen. Die Versicherer und Leistungserbringer handeln dabei im Sinne ihrer Kunden und deren Bedürfnisse. Der Staat hat in der Schweiz eigentlich einen subsidiären Auftrag in Gesundheitsfragen – nimmt aber vermehrt eine zentrale Führungsrolle ein.

  • curafutura fordert innovative Versorgungsmodelle. In der Industrie nennt man es Forschung & Entwicklung. Im Gesundheitswesen sind dies zum Beispiel Gruppenpraxen oder Gesundheitszentren. Curafutura will Lösungen, die der Kostensenkung und den aktuellen und zukünftigen Bedürfnissen der Patienten gleichermassen gerecht werden. Solche Angebote können nur gemeinsam zwischen Versicherern und Leistungserbringern weiterentwickelt werden. Deshalb setzt sich curafutura für eine offene und konstruktive Zusammenarbeit mit den Vertragspartnern ein.

  • curafutura will die Transparenz in der Branche weiter fördern, denn dies ist eine wichtige Spielregel für ein liberales Gesundheitssystem.

Kontakt für Medienschaffende:

Nationalrat Dr. med. Ignazio Cassis, Präsident
Mobile: 079 318 20 30, Mail: ignazio.cassis@parl.ch

 

drucken pdf