18.02.2019

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Les assurances-maladie @santesuisse_fr @curafutura ne sont pas complices du prix excessif des médicaments. Entretie… https://t.co/fBDGbibGLD

Arzttarif

TARMED - Nationale Tarifstruktur für ärztliche Leistungen

Der TARMED ist die gesamtschweizerische Tarifstruktur für ambulante ärztliche Leistungen. Die Einzelleistungstarifstruktur dient der Abrechnung ambulant erbrachter Leistungen in Arztpraxen, Kliniken und Spitälern.

Der TARMED wurde per 1. Januar 2004 eingeführt. In den ersten Jahren nach Einführung erfolgten kleinere Tarifrevisionen bis es zu einem eigentlichen Reformstau kam. Spätere umfassende Anpassungen erfolgten durch Verordnungen des Bundesrates. Die Verordnung per 1. Oktober 2014 bezweckte die finanzielle Besserstellung der Grundversorger (Hausärztinnen und -ärzte sowie Kinder- und Jugendärztinnen und -ärzte) durch eine Umverteilung zulasten der Spezialisten-Tarifstrukturkapitel. Die Verordnung erreichte das Ziel, wie durch ein Monitoring von curafutura belegt werden konnte. Eine zweite Verordnung des Bundesrates trat per 1. Januar 2018 in Kraft. Ziel des Bundesrates ist es, die gröbsten Unzulänglichkeiten des veralteten TARMED zu beheben. Der erneute Tarifeingriff beinhaltet Anpassungen auf verschiedenen Ebenen der Parameter der Tarifstruktur. Ob der Tarifeingriff seine volle Wirkung einer Dämpfung des Kostenwachstums über die Behebung von veralteten Bewertungen und Einführung von verschärften Limitationen erreicht, ist derzeit noch offen.

Das «Ja, aber» der FMH

Die Ärztekammer der FMH knüpft ihr Ja zum neuen Arzttarif an Bedingungen, die für die Prämienzahlenden mittelfristig Mehrkosten von rund vier Milliarden Franken pro Jahr zur Folge hätten. Für curafutura eine unverständliche Forderung und für die Versicherten eine untragbare Bürde.

Am 28. April 2016 hat die Ärztekammer Stellung genommen zur Struktur des neuen Arzttarifs für ambulante medizinische Leistungen. Dabei bekennt sie sich zu «betriebswirtschaftlich» gerechneten Tarifen, was curafutura begrüsst. Gleichzeitig kommuniziert die FMH jedoch Bedingungen zur vorgeschlagenen Normierungsvereinbarung. Diese soll sicherstellen, dass der Übergang vom TARMED zum neuen Arzttarif «ats-tms Version 1.0» kostenneutral erfolgt. Konkret will nun die Ärztekammer der Normierung nur zustimmen, wenn der Effekt der Normierung mittelfristig korrigiert wird. Berechnet auf das jährlich verrechnete Volumen ambulanter medizinischer Leistungen von 11 Milliarden Franken hätte dies Mehrkosten von 37 Prozent, also rund 4 Milliarden Franken pro Jahr zur Folge. Die Ärzteschaft wird in den kommenden Wochen in einer Urabstimmung über die Beschlüsse der Ärztekammer befinden.

Besorgnis über verlangte Einkommenssteigerung

curafutura nimmt diesen Entscheid mit Besorgnis zur Kenntnis. Die vorgeschlagene Lösung widerspricht dem geltenden Recht, wonach der Wechsel zu einer neuen Tarifstruktur kostenneutral zu erfolgen hat. Zudem liegt eine so massive Einkommens- und Kostensteigerung politisch quer in der Landschaft. Dazu curafutura-Direktor Pius Zängerle: «Die Prämien der Krankenversicherung sind für viele Familien schon heute kaum mehr tragbar. Die von der Ärzteschaft geforderten zusätzlichen vier Milliarden sind ein Ansinnen, das curafutura als Vertreterin von vier Millionen Versicherten nicht akzeptieren kann».

curafutura bietet weiterhin Hand

curafutura ruft die FMH dazu auf, ihre gesellschaftliche Verantwortung wahrzunehmen und die wirtschaftliche Lage der Schweiz auf dem Boden der Realität zu betrachten. Sie fordert zudem die Tarifpartner dazu auf, sich jetzt zu einer sachgerechten neuen Tarifstruktur zu bekennen, welche den untauglichen TARMED ablöst. Der neue Arzttarif soll aber den rechtlichen Vorgaben entsprechen und keine Mehrkosten verursachen. curafutura ist weiterhin bereit, in diesem Prozess konstruktiv mitzuwirken.

Kontakt für Medienschaffende:

Pius Zängerle, Direktor
Telefon: 031 310 01 84; Mobile: 079 653 12 60; pius.zaengerle@curafutura.ch

 

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