Grünes Licht für zentrale Reform im Gesundheitswesen

Der Ständerart folgt der Empfehlung des Nationalrats und beschliesst, den Risikoausgleich unter den Krankenversicherern wirksamer zu gestalten und definitiv im Krankenversicherungsgesetz zu verankern. Somit erhält der Bundesrat die Kompetenz, die Ausgleichszahlungen unter den Krankenversicherern genauer zu berechnen und damit den Wettbewerb unter den Versicherern auf eine nachhaltige Basis zu stellen.

Für curafutura ist ein wirksamer Risikoausgleich unter den Krankenversicherern von zentraler Bedeutung. Entsprechend begrüsst der Verband, dass nach dem Nationalrat nun auch der Ständerat Ja sagt zu den parlamentarischen Initiativen 12.446 (FDP – NR Ignazio Cassis) und 11.473 (SP – NR Jacqueline Fehr).

Der verfeinerte Risikoausgleich und dessen definitive Verankerung im Krankenversicherungsgesetz (KVG) sind eine notwendige Ergänzung zur gesetzlich vorgeschriebenen Einheitsprämie, welche auf dem Gedanken der Solidarität beruht und dementsprechend nicht risikogerecht sein kann. Die jetzt auch vom Ständerat beschlossene Anpassung gibt dem Bundesrat die Kompetenz, neben Alter, Geschlecht und stationäre Behandlung im Vorjahr, weitere Indikatoren für die Abbildung des Krankheitsrisikos im Risikoausgleich festzulegen – zum Beispiel die Berücksichtigung von Medikamentenkostengruppen. Zudem wird damit die Grundlage geschaffen, den Risikoausgleich definitiv im Bundesgesetz über die Krankenversicherung (KVG) zu verankern.

Die Ergänzung des Risikoausgleichs mit zusätzlichen verlässlichen Kriterien wird dazu führen, die Rahmenbedingungen für den Leistungswettbewerb unter den Versicherern so zu verbessern, dass die Qualität der medizinischen Behandlung und die Innovation bei den Versorgungsmodellen gefördert wird. Und das wiederum schafft die Voraussetzungen für ein besseres Leistungs- und Kostenmanagement zugunsten der Versicherten.

Kontakt für Medienschaffende:

Reto Dietschi, Direktor
Direktwahl: 031 310 01 84, Mobile: 079 300 13 83, Mail: reto.dietschi@curafutura.ch

Nationalrat Dr. med. Ignazio Cassis, Präsident
Mobile: 079 318 20 30, Mail: ignazio.cassis@parl.ch

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20.05.2019

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Bel servizio di @Teleticino! Si è parlato di costo dei farmaci, ma anche di reti di cure integrate, per una miglior… https://t.co/hsDRk9ql7z

Arzttarif

TARMED - Nationale Tarifstruktur für ärztliche Leistungen

Der TARMED ist die gesamtschweizerische Tarifstruktur für ambulante ärztliche Leistungen. Die Einzelleistungstarifstruktur dient der Abrechnung ambulant erbrachter Leistungen in Arztpraxen, Kliniken und Spitälern.

Der TARMED wurde per 1. Januar 2004 eingeführt. In den ersten Jahren nach Einführung erfolgten kleinere Tarifrevisionen bis es zu einem eigentlichen Reformstau kam. Spätere umfassende Anpassungen erfolgten durch Verordnungen des Bundesrates. Die Verordnung per 1. Oktober 2014 bezweckte die finanzielle Besserstellung der Grundversorger (Hausärztinnen und -ärzte sowie Kinder- und Jugendärztinnen und -ärzte) durch eine Umverteilung zulasten der Spezialisten-Tarifstrukturkapitel. Die Verordnung erreichte das Ziel, wie durch ein Monitoring von curafutura belegt werden konnte. Eine zweite Verordnung des Bundesrates trat per 1. Januar 2018 in Kraft. Ziel des Bundesrates ist es, die gröbsten Unzulänglichkeiten des veralteten TARMED zu beheben. Der erneute Tarifeingriff beinhaltet Anpassungen auf verschiedenen Ebenen der Parameter der Tarifstruktur. Ob der Tarifeingriff seine volle Wirkung einer Dämpfung des Kostenwachstums über die Behebung von veralteten Bewertungen und Einführung von verschärften Limitationen erreicht, ist derzeit noch offen.

Grünes Licht für zentrale Reform im Gesundheitswesen

Der Ständerart folgt der Empfehlung des Nationalrats und beschliesst, den Risikoausgleich unter den Krankenversicherern wirksamer zu gestalten und definitiv im Krankenversicherungsgesetz zu verankern. Somit erhält der Bundesrat die Kompetenz, die Ausgleichszahlungen unter den Krankenversicherern genauer zu berechnen und damit den Wettbewerb unter den Versicherern auf eine nachhaltige Basis zu stellen.

Für curafutura ist ein wirksamer Risikoausgleich unter den Krankenversicherern von zentraler Bedeutung. Entsprechend begrüsst der Verband, dass nach dem Nationalrat nun auch der Ständerat Ja sagt zu den parlamentarischen Initiativen 12.446 (FDP – NR Ignazio Cassis) und 11.473 (SP – NR Jacqueline Fehr).

Der verfeinerte Risikoausgleich und dessen definitive Verankerung im Krankenversicherungsgesetz (KVG) sind eine notwendige Ergänzung zur gesetzlich vorgeschriebenen Einheitsprämie, welche auf dem Gedanken der Solidarität beruht und dementsprechend nicht risikogerecht sein kann. Die jetzt auch vom Ständerat beschlossene Anpassung gibt dem Bundesrat die Kompetenz, neben Alter, Geschlecht und stationäre Behandlung im Vorjahr, weitere Indikatoren für die Abbildung des Krankheitsrisikos im Risikoausgleich festzulegen – zum Beispiel die Berücksichtigung von Medikamentenkostengruppen. Zudem wird damit die Grundlage geschaffen, den Risikoausgleich definitiv im Bundesgesetz über die Krankenversicherung (KVG) zu verankern.

Die Ergänzung des Risikoausgleichs mit zusätzlichen verlässlichen Kriterien wird dazu führen, die Rahmenbedingungen für den Leistungswettbewerb unter den Versicherern so zu verbessern, dass die Qualität der medizinischen Behandlung und die Innovation bei den Versorgungsmodellen gefördert wird. Und das wiederum schafft die Voraussetzungen für ein besseres Leistungs- und Kostenmanagement zugunsten der Versicherten.

Kontakt für Medienschaffende:

Reto Dietschi, Direktor
Direktwahl: 031 310 01 84, Mobile: 079 300 13 83, Mail: reto.dietschi@curafutura.ch

Nationalrat Dr. med. Ignazio Cassis, Präsident
Mobile: 079 318 20 30, Mail: ignazio.cassis@parl.ch

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