Wichtiger Entscheid gegen teure Überregulierung der ambulanten Medizin

curafutura begrüsst den heutigen Entscheid der Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Nationalrats (SGK-N) gegen die bundesrätliche Vorlage zur Steuerung des ambulanten Bereichs. Die Vorlage schiesst an ihren eigenen Zielen vorbei und hätte eine Verstaatlichung des Leistungsangebots sowie eine Kantonalisierung unseres Gesundheitssystems zur Folge, ohne hierbei einen Nutzen für die Versicherten zu bringen.

curafutura lehnt die Teilrevision des KVG zur Steuerung des ambulanten Bereichs (Geschäft 15.020) als gefährlichen Schritt in Richtung Verstaatlichung des Leistungsangebots in der ambulanten Medizin ab.
Der mit einer deutlichen Mehrheit gefällte Entscheid, sämtliche Steuerungselemente aus der neuen Vorlage ersatzlos zu streichen, ist ein klares Zeichen an Bundesrat und Verwaltung gegen eine Überregulierung der gesamten Krankenversicherung.

Gleichzeitig hat die SGK-N entschieden, die bisherige (provisorische) Zulassungsbeschränkung für Ärztinnen und Ärzte (Art. 55a KVG) unbefristet weiter zu führen. curafutura zeigt sich dieser Änderung gegenüber aufgeschlossen. Die bisherige Regelung, die ohne Intervention des Parlaments am 30. Juni 2016 auslaufen würde, ermöglicht den Kantonen die Beschränkung der Zulassung, sofern der betroffene Arzt oder die betroffene Ärztin nicht mindestens eine dreijährige Tätigkeit an einer anerkannten schweizerischen Weiterbildungsstätte nachweisen kann.

Kontakt für Medienschaffende:

Pius Zängerle, Direktor
Telefon: 031 310 01 84; Mobile: 079 653 12 60; pius.zaengerle@curafutura.ch

Beat Knuchel, Leiter Gesundheitspolitik
Telefon: 031 310 01 81; Mobile: 076 330 93 83; beat.knuchel@curafutura.ch

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22.03.2019

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Augmenter la franchise seulement après les élections fédérales?

C’est ainsi que peut être résumé le comportement de… https://t.co/2iHqbx0vGc

Arzttarif

TARMED - Nationale Tarifstruktur für ärztliche Leistungen

Der TARMED ist die gesamtschweizerische Tarifstruktur für ambulante ärztliche Leistungen. Die Einzelleistungstarifstruktur dient der Abrechnung ambulant erbrachter Leistungen in Arztpraxen, Kliniken und Spitälern.

Der TARMED wurde per 1. Januar 2004 eingeführt. In den ersten Jahren nach Einführung erfolgten kleinere Tarifrevisionen bis es zu einem eigentlichen Reformstau kam. Spätere umfassende Anpassungen erfolgten durch Verordnungen des Bundesrates. Die Verordnung per 1. Oktober 2014 bezweckte die finanzielle Besserstellung der Grundversorger (Hausärztinnen und -ärzte sowie Kinder- und Jugendärztinnen und -ärzte) durch eine Umverteilung zulasten der Spezialisten-Tarifstrukturkapitel. Die Verordnung erreichte das Ziel, wie durch ein Monitoring von curafutura belegt werden konnte. Eine zweite Verordnung des Bundesrates trat per 1. Januar 2018 in Kraft. Ziel des Bundesrates ist es, die gröbsten Unzulänglichkeiten des veralteten TARMED zu beheben. Der erneute Tarifeingriff beinhaltet Anpassungen auf verschiedenen Ebenen der Parameter der Tarifstruktur. Ob der Tarifeingriff seine volle Wirkung einer Dämpfung des Kostenwachstums über die Behebung von veralteten Bewertungen und Einführung von verschärften Limitationen erreicht, ist derzeit noch offen.

Wichtiger Entscheid gegen teure Überregulierung der ambulanten Medizin

curafutura begrüsst den heutigen Entscheid der Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Nationalrats (SGK-N) gegen die bundesrätliche Vorlage zur Steuerung des ambulanten Bereichs. Die Vorlage schiesst an ihren eigenen Zielen vorbei und hätte eine Verstaatlichung des Leistungsangebots sowie eine Kantonalisierung unseres Gesundheitssystems zur Folge, ohne hierbei einen Nutzen für die Versicherten zu bringen.

curafutura lehnt die Teilrevision des KVG zur Steuerung des ambulanten Bereichs (Geschäft 15.020) als gefährlichen Schritt in Richtung Verstaatlichung des Leistungsangebots in der ambulanten Medizin ab.
Der mit einer deutlichen Mehrheit gefällte Entscheid, sämtliche Steuerungselemente aus der neuen Vorlage ersatzlos zu streichen, ist ein klares Zeichen an Bundesrat und Verwaltung gegen eine Überregulierung der gesamten Krankenversicherung.

Gleichzeitig hat die SGK-N entschieden, die bisherige (provisorische) Zulassungsbeschränkung für Ärztinnen und Ärzte (Art. 55a KVG) unbefristet weiter zu führen. curafutura zeigt sich dieser Änderung gegenüber aufgeschlossen. Die bisherige Regelung, die ohne Intervention des Parlaments am 30. Juni 2016 auslaufen würde, ermöglicht den Kantonen die Beschränkung der Zulassung, sofern der betroffene Arzt oder die betroffene Ärztin nicht mindestens eine dreijährige Tätigkeit an einer anerkannten schweizerischen Weiterbildungsstätte nachweisen kann.

Kontakt für Medienschaffende:

Pius Zängerle, Direktor
Telefon: 031 310 01 84; Mobile: 079 653 12 60; pius.zaengerle@curafutura.ch

Beat Knuchel, Leiter Gesundheitspolitik
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