Das «Ja, aber» der FMH

Die Ärztekammer der FMH knüpft ihr Ja zum neuen Arzttarif an Bedingungen, die für die Prämienzahlenden mittelfristig Mehrkosten von rund vier Milliarden Franken pro Jahr zur Folge hätten. Für curafutura eine unverständliche Forderung und für die Versicherten eine untragbare Bürde.

Am 28. April 2016 hat die Ärztekammer Stellung genommen zur Struktur des neuen Arzttarifs für ambulante medizinische Leistungen. Dabei bekennt sie sich zu «betriebswirtschaftlich» gerechneten Tarifen, was curafutura begrüsst. Gleichzeitig kommuniziert die FMH jedoch Bedingungen zur vorgeschlagenen Normierungsvereinbarung. Diese soll sicherstellen, dass der Übergang vom TARMED zum neuen Arzttarif «ats-tms Version 1.0» kostenneutral erfolgt. Konkret will nun die Ärztekammer der Normierung nur zustimmen, wenn der Effekt der Normierung mittelfristig korrigiert wird. Berechnet auf das jährlich verrechnete Volumen ambulanter medizinischer Leistungen von 11 Milliarden Franken hätte dies Mehrkosten von 37 Prozent, also rund 4 Milliarden Franken pro Jahr zur Folge. Die Ärzteschaft wird in den kommenden Wochen in einer Urabstimmung über die Beschlüsse der Ärztekammer befinden.

Besorgnis über verlangte Einkommenssteigerung

curafutura nimmt diesen Entscheid mit Besorgnis zur Kenntnis. Die vorgeschlagene Lösung widerspricht dem geltenden Recht, wonach der Wechsel zu einer neuen Tarifstruktur kostenneutral zu erfolgen hat. Zudem liegt eine so massive Einkommens- und Kostensteigerung politisch quer in der Landschaft. Dazu curafutura-Direktor Pius Zängerle: «Die Prämien der Krankenversicherung sind für viele Familien schon heute kaum mehr tragbar. Die von der Ärzteschaft geforderten zusätzlichen vier Milliarden sind ein Ansinnen, das curafutura als Vertreterin von vier Millionen Versicherten nicht akzeptieren kann».

curafutura bietet weiterhin Hand

curafutura ruft die FMH dazu auf, ihre gesellschaftliche Verantwortung wahrzunehmen und die wirtschaftliche Lage der Schweiz auf dem Boden der Realität zu betrachten. Sie fordert zudem die Tarifpartner dazu auf, sich jetzt zu einer sachgerechten neuen Tarifstruktur zu bekennen, welche den untauglichen TARMED ablöst. Der neue Arzttarif soll aber den rechtlichen Vorgaben entsprechen und keine Mehrkosten verursachen. curafutura ist weiterhin bereit, in diesem Prozess konstruktiv mitzuwirken.

Kontakt für Medienschaffende:

Pius Zängerle, Direktor
Telefon: 031 310 01 84; Mobile: 079 653 12 60; pius.zaengerle@curafutura.ch

 

drucken pdf
22.03.2019

twittercurafutura

Augmenter la franchise seulement après les élections fédérales?

C’est ainsi que peut être résumé le comportement de… https://t.co/2iHqbx0vGc

Festsetzung des Einzelleistungstarifs in der ambulanten Physiotherapie durch den Bundesrat

Per 1. Januar 2018 hat der Bundesrat einen Einzelleistungstarif für die ambulante Physiotherapie festgesetzt.

Der Bundesrat sieht in der neu festgelegten Tarifstruktur weiterhin eine Übergangslösung. Es wurden einige Anpassungen in der Tarifstruktur im Sinne einer Klärung der Tarifpositionen vorgenommen. So wird beispielsweise in der neu verordneten Struktur im Detail umschrieben, wann die Einzelleistungspauschale für aufwändige Physiotherapie (7311) angewendet werden darf, oder dass die Sitzungspauschale für Hippotherapie (7313) auch die Leistung des Physiotherapeuten beinhaltet. Zudem wurde die Zuschlagsposition für Mittel und Gegenstände / Verbandmaterial gestrichen, die sich nach der Mittel- und Gegenstände-Liste (MiGeL) richtete. Die neu festgesetzte Tarifstruktur ist für alle Akteure, die im Einzelleistungstarif abrechnen, verbindlich.

Der Bundesrat ruft alle Tarifpartner dazu auf, die Verhandlungen für eine partnerschaftliche Lösung erneut aufzunehmen, um die Tarifautonomie zu gewährleisten.

Eingereichte Tarifstruktur von curafutura und H+

curafutura und H+ haben als Vertragspartner einen neuen Einzelleistungstarif ambulante Physiotherapie für den Bereich der obligatorischen Krankenpflegversicherung inklusive den Einführungsmodalitäten und den Prozessen zur periodischen Anpassung erarbeitet. Sie haben den Vertrag am 15. August 2016 dem Bundesrat zur Genehmigung eingereicht. Der Bundesrat ist bisher nicht auf diesen Antrag eingetreten.

Für Fragen steht Ihnen gerne unser Fachspezialist Adrian Schärli zur Verfügung: Adrian Schärli

Das «Ja, aber» der FMH

Die Ärztekammer der FMH knüpft ihr Ja zum neuen Arzttarif an Bedingungen, die für die Prämienzahlenden mittelfristig Mehrkosten von rund vier Milliarden Franken pro Jahr zur Folge hätten. Für curafutura eine unverständliche Forderung und für die Versicherten eine untragbare Bürde.

Am 28. April 2016 hat die Ärztekammer Stellung genommen zur Struktur des neuen Arzttarifs für ambulante medizinische Leistungen. Dabei bekennt sie sich zu «betriebswirtschaftlich» gerechneten Tarifen, was curafutura begrüsst. Gleichzeitig kommuniziert die FMH jedoch Bedingungen zur vorgeschlagenen Normierungsvereinbarung. Diese soll sicherstellen, dass der Übergang vom TARMED zum neuen Arzttarif «ats-tms Version 1.0» kostenneutral erfolgt. Konkret will nun die Ärztekammer der Normierung nur zustimmen, wenn der Effekt der Normierung mittelfristig korrigiert wird. Berechnet auf das jährlich verrechnete Volumen ambulanter medizinischer Leistungen von 11 Milliarden Franken hätte dies Mehrkosten von 37 Prozent, also rund 4 Milliarden Franken pro Jahr zur Folge. Die Ärzteschaft wird in den kommenden Wochen in einer Urabstimmung über die Beschlüsse der Ärztekammer befinden.

Besorgnis über verlangte Einkommenssteigerung

curafutura nimmt diesen Entscheid mit Besorgnis zur Kenntnis. Die vorgeschlagene Lösung widerspricht dem geltenden Recht, wonach der Wechsel zu einer neuen Tarifstruktur kostenneutral zu erfolgen hat. Zudem liegt eine so massive Einkommens- und Kostensteigerung politisch quer in der Landschaft. Dazu curafutura-Direktor Pius Zängerle: «Die Prämien der Krankenversicherung sind für viele Familien schon heute kaum mehr tragbar. Die von der Ärzteschaft geforderten zusätzlichen vier Milliarden sind ein Ansinnen, das curafutura als Vertreterin von vier Millionen Versicherten nicht akzeptieren kann».

curafutura bietet weiterhin Hand

curafutura ruft die FMH dazu auf, ihre gesellschaftliche Verantwortung wahrzunehmen und die wirtschaftliche Lage der Schweiz auf dem Boden der Realität zu betrachten. Sie fordert zudem die Tarifpartner dazu auf, sich jetzt zu einer sachgerechten neuen Tarifstruktur zu bekennen, welche den untauglichen TARMED ablöst. Der neue Arzttarif soll aber den rechtlichen Vorgaben entsprechen und keine Mehrkosten verursachen. curafutura ist weiterhin bereit, in diesem Prozess konstruktiv mitzuwirken.

Kontakt für Medienschaffende:

Pius Zängerle, Direktor
Telefon: 031 310 01 84; Mobile: 079 653 12 60; pius.zaengerle@curafutura.ch

 

drucken pdf