Das nächste untaugliche Rezept

curafutura nimmt den neuerlichen Anlauf hin zu einer vom Staat geführten und kontrollierten Einheitskrankenkasse zur Kenntnis. Einmal mehr soll den Herausforderungen unseres Gesundheitssystems mit einem untauglichen Mittel begegnet werden.

Die «Fédération romande des consommateurs» (FRC) schickt heute bei den wichtigsten Akteuren des Gesundheitswesens das Projekt «kantonale Ausgleichskassen» in die Anhörung. Der Vorschlag des Westschweizer Konsumentenverbandes sieht vor, die Bundesverfassung dahingehend zu ändern, dass die Kantone im Bereich der Krankenversicherung kantonale oder regionale Ausgleichskassen schaffen können. Diese neuen Einrichtungen würden kantonal einheitliche Krankenversicherungsprämien festlegen, einnehmen und verwalten. Den heutigen Krankenversicherern käme künftig noch die Rolle einer Inkasso- und Rechnungskontrollinstanz zu. Je nach Ausgang der Anhörung erwägen die Projektinitianten die Lancierung einer entsprechenden Volksinitiative.

curafutura nimmt diesen neuerlichen Anlauf hin zu einer vom Staat geführten und kontrollierten Einheitskrankenkasse mit Erstaunen und Befremden zur Kenntnis. Erst im September 2014 hat das Volk dieses Anliegen mit 62 Prozent Nein-Stimmen klar verworfen - nach 2003 und 2007 zum dritten Mal in Folge.

Dazu Pius Zängerle, Direktor von curafutura: «Dass jetzt von "kantonalen Ausgleichskassen" die Rede ist, vernebelt lediglich die Sicht auf den eigentlichen Inhalt des Projekts, die Einheitskasse wieder aufleben zu lassen. Es ist seltsam, dass ausgerechnet eine Konsumentenorganisation eine solche Mogelpackung serviert». Auch das Argument, wonach die Kantone künftig selber über die Schaffung von entsprechenden Einheitskassen bestimmen können, überzeugt Zängerle nicht: «Ein System mit bis zu 26 kantonalen Insellösungen wird unser Gesundheitswesen mit Sicherheit nicht weiterbringen. Jetzt braucht es die intensive Zusammenarbeit und Koordination mit den Kantonen, und nicht noch mehr Kantönligeist.»

Kontakt für Medienschaffende:


Pius Zängerle, Direktor
Telefon: 031 310 01 84; Mobile: 079 653 12 60; pius.zaengerle@curafutura.ch

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15.08.2019

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Festsetzung des Einzelleistungstarifs in der ambulanten Physiotherapie durch den Bundesrat

Per 1. Januar 2018 hat der Bundesrat einen Einzelleistungstarif für die ambulante Physiotherapie festgesetzt.

Der Bundesrat sieht in der neu festgelegten Tarifstruktur weiterhin eine Übergangslösung. Es wurden einige Anpassungen in der Tarifstruktur im Sinne einer Klärung der Tarifpositionen vorgenommen. So wird beispielsweise in der neu verordneten Struktur im Detail umschrieben, wann die Einzelleistungspauschale für aufwändige Physiotherapie (7311) angewendet werden darf, oder dass die Sitzungspauschale für Hippotherapie (7313) auch die Leistung des Physiotherapeuten beinhaltet. Zudem wurde die Zuschlagsposition für Mittel und Gegenstände / Verbandmaterial gestrichen, die sich nach der Mittel- und Gegenstände-Liste (MiGeL) richtete. Die neu festgesetzte Tarifstruktur ist für alle Akteure, die im Einzelleistungstarif abrechnen, verbindlich.

Der Bundesrat ruft alle Tarifpartner dazu auf, die Verhandlungen für eine partnerschaftliche Lösung erneut aufzunehmen, um die Tarifautonomie zu gewährleisten.

Eingereichte Tarifstruktur von curafutura und H+

curafutura und H+ haben als Vertragspartner einen neuen Einzelleistungstarif ambulante Physiotherapie für den Bereich der obligatorischen Krankenpflegversicherung inklusive den Einführungsmodalitäten und den Prozessen zur periodischen Anpassung erarbeitet. Sie haben den Vertrag am 15. August 2016 dem Bundesrat zur Genehmigung eingereicht. Der Bundesrat ist bisher nicht auf diesen Antrag eingetreten.

Für Fragen steht Ihnen gerne unser Fachspezialist Adrian Schärli zur Verfügung: Adrian Schärli

Das nächste untaugliche Rezept

curafutura nimmt den neuerlichen Anlauf hin zu einer vom Staat geführten und kontrollierten Einheitskrankenkasse zur Kenntnis. Einmal mehr soll den Herausforderungen unseres Gesundheitssystems mit einem untauglichen Mittel begegnet werden.

Die «Fédération romande des consommateurs» (FRC) schickt heute bei den wichtigsten Akteuren des Gesundheitswesens das Projekt «kantonale Ausgleichskassen» in die Anhörung. Der Vorschlag des Westschweizer Konsumentenverbandes sieht vor, die Bundesverfassung dahingehend zu ändern, dass die Kantone im Bereich der Krankenversicherung kantonale oder regionale Ausgleichskassen schaffen können. Diese neuen Einrichtungen würden kantonal einheitliche Krankenversicherungsprämien festlegen, einnehmen und verwalten. Den heutigen Krankenversicherern käme künftig noch die Rolle einer Inkasso- und Rechnungskontrollinstanz zu. Je nach Ausgang der Anhörung erwägen die Projektinitianten die Lancierung einer entsprechenden Volksinitiative.

curafutura nimmt diesen neuerlichen Anlauf hin zu einer vom Staat geführten und kontrollierten Einheitskrankenkasse mit Erstaunen und Befremden zur Kenntnis. Erst im September 2014 hat das Volk dieses Anliegen mit 62 Prozent Nein-Stimmen klar verworfen - nach 2003 und 2007 zum dritten Mal in Folge.

Dazu Pius Zängerle, Direktor von curafutura: «Dass jetzt von "kantonalen Ausgleichskassen" die Rede ist, vernebelt lediglich die Sicht auf den eigentlichen Inhalt des Projekts, die Einheitskasse wieder aufleben zu lassen. Es ist seltsam, dass ausgerechnet eine Konsumentenorganisation eine solche Mogelpackung serviert». Auch das Argument, wonach die Kantone künftig selber über die Schaffung von entsprechenden Einheitskassen bestimmen können, überzeugt Zängerle nicht: «Ein System mit bis zu 26 kantonalen Insellösungen wird unser Gesundheitswesen mit Sicherheit nicht weiterbringen. Jetzt braucht es die intensive Zusammenarbeit und Koordination mit den Kantonen, und nicht noch mehr Kantönligeist.»

Kontakt für Medienschaffende:


Pius Zängerle, Direktor
Telefon: 031 310 01 84; Mobile: 079 653 12 60; pius.zaengerle@curafutura.ch

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