Kosten im Gesundheitswesen eindämmen: Die Zeit für nachhaltige Reformen ist reif

curafutura begrüsst den Willen des Eigenössischen Departements des Innern (EDI), die Entwicklung der Gesundheitskosten mit zusätzlichen Massnahmen zu reduzieren. curafutura erwartet, dass das EDI mit den konstruktiven Kräften des schweizerischen Gesundheitswesens verstärkt zusammenarbeitet. Das EDI muss seine Verantwortung übernehmen, um wichtigen Reformen und Massnahmen zum Erfolg zu verhelfen. Dazu zählen eine einheitliche Finanzierung aller Leistungen, neue Tarifstrukturen für ärztliche und therapeutische Leistungen und neue Regeln für die Festsetzung der Medikamentenpreise.

Mit verschiedenen konstruktiven Reformvorschlägen leistet curafutura ihren Beitrag, die Finanzierung des Gesundheitswesens nachhaltig zu sichern. Im Bereich der Medikamente setzt sie sich für verschiedene Massnahmen ein, um die Kosten und das Mengenwachstum einzudämmen, insbesondere für die jährliche Überprüfung der Medikamentenpreise, für die Einführung des Festbetragssystems bei Generika und für eine transparente Preisbildung.

curafutura verlangt auch ein Beschwerderecht bei der Festsetzung der Medikamentenpreise durch das Bundesamt für Gesundheit. Im ambulanten Bereich kämpft curafutura für eine kostenneutrale, aktuelle und sachgerechte Tarifstruktur für Ärzteleistungen (Revision Tarmed), welche sich auf betriebswirtschaftliche und aktuelle Grundlagen stützt und laufend den sich verändernden Entwicklungen im Leistungsbereich und bei den Preisen anpasst. 

«In den letzten zwei Jahren haben es die Behörden verpasst, die Preise vieler Medikamente zu überprüfen und somit zusätzliche Ersparnisse zugunsten der Versicherten zu erzielen. Es gibt weiterhin einen grossen Handlungsbedarf. Im Bereich Tarifstrukturen für die ärztlichen Leistungen (Tarmed) arbeitet curafutura weiterhin konstruktiv an einer Lösung im Interesse der Versicherten,» betont curafutura-Direktor Pius Zängerle.

Finanzierung und Qualität in Einklang bringen 

Im Bereich der Finanzierung fordert curafutura eine einheitliche Finanzierung ambulanter und stationärer Leistungen mit dem Ziel, die Qualität und die Wirtschaftlichkeit der Leistungen zu erhöhen und das Kostenwachstum in diesen Bereichen einzudämmen.Damit die Qualität der Patientenversorgung trotz den Bestrebungen zur Eindämmung der Kostenentwicklung auf hohem Niveau bleibt, setzt sich curafutura für Qualitätstransparenz und Qualitätswettbewerb ein.

Dazu curafutura-Direktor Pius Zängerle: «Punktuelle Massnahmen und generelle Ankündigungen reichen nicht mehr aus. Es ist jetzt Zeit, nachhaltige Reformen wie die einheitliche Finanzierung der ambulanten und stationären Leistungen, der Qualitätswettbewerb und die Forderung innovativer Versorgungsmodelle in die Wege zu leiten und umzusetzen».

Kontakt für Medienschaffende:

Pius Zängerle, Direktor
Telefon: +41 31 310 01 84; Mobile: +41 79 653 12 60;
pius.zaengerle(at)curafutura.ch

 

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22.05.2019

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Festsetzung des Einzelleistungstarifs in der ambulanten Physiotherapie durch den Bundesrat

Per 1. Januar 2018 hat der Bundesrat einen Einzelleistungstarif für die ambulante Physiotherapie festgesetzt.

Der Bundesrat sieht in der neu festgelegten Tarifstruktur weiterhin eine Übergangslösung. Es wurden einige Anpassungen in der Tarifstruktur im Sinne einer Klärung der Tarifpositionen vorgenommen. So wird beispielsweise in der neu verordneten Struktur im Detail umschrieben, wann die Einzelleistungspauschale für aufwändige Physiotherapie (7311) angewendet werden darf, oder dass die Sitzungspauschale für Hippotherapie (7313) auch die Leistung des Physiotherapeuten beinhaltet. Zudem wurde die Zuschlagsposition für Mittel und Gegenstände / Verbandmaterial gestrichen, die sich nach der Mittel- und Gegenstände-Liste (MiGeL) richtete. Die neu festgesetzte Tarifstruktur ist für alle Akteure, die im Einzelleistungstarif abrechnen, verbindlich.

Der Bundesrat ruft alle Tarifpartner dazu auf, die Verhandlungen für eine partnerschaftliche Lösung erneut aufzunehmen, um die Tarifautonomie zu gewährleisten.

Eingereichte Tarifstruktur von curafutura und H+

curafutura und H+ haben als Vertragspartner einen neuen Einzelleistungstarif ambulante Physiotherapie für den Bereich der obligatorischen Krankenpflegversicherung inklusive den Einführungsmodalitäten und den Prozessen zur periodischen Anpassung erarbeitet. Sie haben den Vertrag am 15. August 2016 dem Bundesrat zur Genehmigung eingereicht. Der Bundesrat ist bisher nicht auf diesen Antrag eingetreten.

Für Fragen steht Ihnen gerne unser Fachspezialist Adrian Schärli zur Verfügung: Adrian Schärli

Kosten im Gesundheitswesen eindämmen: Die Zeit für nachhaltige Reformen ist reif

curafutura begrüsst den Willen des Eigenössischen Departements des Innern (EDI), die Entwicklung der Gesundheitskosten mit zusätzlichen Massnahmen zu reduzieren. curafutura erwartet, dass das EDI mit den konstruktiven Kräften des schweizerischen Gesundheitswesens verstärkt zusammenarbeitet. Das EDI muss seine Verantwortung übernehmen, um wichtigen Reformen und Massnahmen zum Erfolg zu verhelfen. Dazu zählen eine einheitliche Finanzierung aller Leistungen, neue Tarifstrukturen für ärztliche und therapeutische Leistungen und neue Regeln für die Festsetzung der Medikamentenpreise.

Mit verschiedenen konstruktiven Reformvorschlägen leistet curafutura ihren Beitrag, die Finanzierung des Gesundheitswesens nachhaltig zu sichern. Im Bereich der Medikamente setzt sie sich für verschiedene Massnahmen ein, um die Kosten und das Mengenwachstum einzudämmen, insbesondere für die jährliche Überprüfung der Medikamentenpreise, für die Einführung des Festbetragssystems bei Generika und für eine transparente Preisbildung.

curafutura verlangt auch ein Beschwerderecht bei der Festsetzung der Medikamentenpreise durch das Bundesamt für Gesundheit. Im ambulanten Bereich kämpft curafutura für eine kostenneutrale, aktuelle und sachgerechte Tarifstruktur für Ärzteleistungen (Revision Tarmed), welche sich auf betriebswirtschaftliche und aktuelle Grundlagen stützt und laufend den sich verändernden Entwicklungen im Leistungsbereich und bei den Preisen anpasst. 

«In den letzten zwei Jahren haben es die Behörden verpasst, die Preise vieler Medikamente zu überprüfen und somit zusätzliche Ersparnisse zugunsten der Versicherten zu erzielen. Es gibt weiterhin einen grossen Handlungsbedarf. Im Bereich Tarifstrukturen für die ärztlichen Leistungen (Tarmed) arbeitet curafutura weiterhin konstruktiv an einer Lösung im Interesse der Versicherten,» betont curafutura-Direktor Pius Zängerle.

Finanzierung und Qualität in Einklang bringen 

Im Bereich der Finanzierung fordert curafutura eine einheitliche Finanzierung ambulanter und stationärer Leistungen mit dem Ziel, die Qualität und die Wirtschaftlichkeit der Leistungen zu erhöhen und das Kostenwachstum in diesen Bereichen einzudämmen.Damit die Qualität der Patientenversorgung trotz den Bestrebungen zur Eindämmung der Kostenentwicklung auf hohem Niveau bleibt, setzt sich curafutura für Qualitätstransparenz und Qualitätswettbewerb ein.

Dazu curafutura-Direktor Pius Zängerle: «Punktuelle Massnahmen und generelle Ankündigungen reichen nicht mehr aus. Es ist jetzt Zeit, nachhaltige Reformen wie die einheitliche Finanzierung der ambulanten und stationären Leistungen, der Qualitätswettbewerb und die Forderung innovativer Versorgungsmodelle in die Wege zu leiten und umzusetzen».

Kontakt für Medienschaffende:

Pius Zängerle, Direktor
Telefon: +41 31 310 01 84; Mobile: +41 79 653 12 60;
pius.zaengerle(at)curafutura.ch

 

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