Was die Revision des Fernmeldegesetzes mit der Krankenversicherung zu tun hat

curafutura begrüsst die im Zusammenhang mit der Revision des Fernmeldegesetzes geplante Änderung des Bundesgesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb. Damit werden die Grundlagen für einen sauberen Krankenversicherungswettbewerb geschaffen, jedoch ohne ein generelles Verbot der Telefonakquise.

Auf den ersten Blick haben Krankenversicherung und Fernmeldegesetz nur wenig gemeinsam. In den vergangenen Jahren hat sich der Fernmeldemarkt jedoch nicht nur technologisch sehr dynamisch entwickelt. Auch die Nutzer und die Nutzungsmuster haben sich stark verändert. Ein Ziel der aktuellen Revision ist es deshalb auch, die «Benutzerinnen und Benutzer von Fernmeldediensten vor unlauterer Werbung und vor Missbrauch durch Mehrwertdienste zu schützen». Im Rahmen der Revision des Fernmeldegesetzes wird daher – neben weiteren Erlassen – auch das Bundesgesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) geändert. Diese Änderungen wiederum haben direkte Auswirkungen auf die umstrittene telefonische Kaltakquise – Anrufe ohne vorherige Zustimmung des Angerufenen – im Krankenversicherungsmarkt.

Kaltakquiseanrufe, Missachtung von Sperrvermerken und das Nutzen von nicht registrierten Telefonnummern oder von Telefonnummern, die nicht zurückverfolgt werden können – wie dies oft durch freie Call-Center und freie Vermittler praktiziert wird – erzeugen in der Bevölkerung grossen Unmut und haben dem Image der Krankenversicherer sehr geschadet.

Kampf den unseriösen Angeboten

curafutura hat mit seinen Mitgliedern im Oktober 2015 verbindliche Qualitätsstandards verabschiedet, um mögliche Kundinnen und Kunden künftig vor unseriösen Angeboten und gesetzeswidrigen Aktivitäten zu schützen. Gleichzeitig enthalten die Qualitätsstandards Bestimmungen zur Verbesserung der Beratungsqualität für potenzielle Kunden. Diese «Qualitätsstandards für die Zusammenarbeit mit Vermittlern und für das Telefonmarketing» setzen deutliche Zeichen gegen telefonische Belästigungen durch Call-Centers. Die geplante Gesetzesrevision wird die Umsetzung dieser Standards unterstützen und stark erleichtern.

Griffige Gesetzgebung

curafutura begrüsst die im Zusammenhang mit der Revision des Fernmeldegesetzes geplante Revision des UWG. Die neuen gesetzlichen Bestimmungen bilden einen sinnvollen Rahmen für einen sauberen Kranken-versicherungswettbewerb, jedoch ohne ein generelles Verbot der Telefonakquise, wie dies teilweise von Konsumentenorganisationen gefordert wird:

  • In der Revision des UWG wird die «Kaltaquise» definiert. Dies schafft die Voraussetzung, dagegen vorzugehen.
  • Die Gleichbehandlung der Telefonnummern ohne Verzeichniseintrag mit den Nummern mit Stern-Vermerk richtet sich gezielt gegen die zunehmenden und störenden Anrufe auf Mobiltelefone.
  • Das Verbot der Nutzung nicht im Telefonbuch eingetragener Rufnummern für Werbeanrufe entspricht den Qualitätsstandards von curafutura und wird deren Umsetzung sehr erleichtern.

Ungelöst bleiben mit dieser Lösung vorerst die Probleme mit Call-Centern, die vom Ausland aus in der Schweiz tätig sind. Oft werden schweizerische Telefonnummern mitgesendet, um bei den Angerufenen den Eindruck zu vermitteln, es handle sich um einen Anrufer aus der Schweiz. curafutura würde daher eine gezielte Einschränkung der Vergabe Schweizer Rufnummern durch schweizerische Fernmeldedienste an ausländische Call-Center begrüssen.

 

Bern, April 2016






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22.03.2019

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Augmenter la franchise seulement après les élections fédérales?

C’est ainsi que peut être résumé le comportement de… https://t.co/2iHqbx0vGc

Festsetzung des Einzelleistungstarifs in der ambulanten Physiotherapie durch den Bundesrat

Per 1. Januar 2018 hat der Bundesrat einen Einzelleistungstarif für die ambulante Physiotherapie festgesetzt.

Der Bundesrat sieht in der neu festgelegten Tarifstruktur weiterhin eine Übergangslösung. Es wurden einige Anpassungen in der Tarifstruktur im Sinne einer Klärung der Tarifpositionen vorgenommen. So wird beispielsweise in der neu verordneten Struktur im Detail umschrieben, wann die Einzelleistungspauschale für aufwändige Physiotherapie (7311) angewendet werden darf, oder dass die Sitzungspauschale für Hippotherapie (7313) auch die Leistung des Physiotherapeuten beinhaltet. Zudem wurde die Zuschlagsposition für Mittel und Gegenstände / Verbandmaterial gestrichen, die sich nach der Mittel- und Gegenstände-Liste (MiGeL) richtete. Die neu festgesetzte Tarifstruktur ist für alle Akteure, die im Einzelleistungstarif abrechnen, verbindlich.

Der Bundesrat ruft alle Tarifpartner dazu auf, die Verhandlungen für eine partnerschaftliche Lösung erneut aufzunehmen, um die Tarifautonomie zu gewährleisten.

Eingereichte Tarifstruktur von curafutura und H+

curafutura und H+ haben als Vertragspartner einen neuen Einzelleistungstarif ambulante Physiotherapie für den Bereich der obligatorischen Krankenpflegversicherung inklusive den Einführungsmodalitäten und den Prozessen zur periodischen Anpassung erarbeitet. Sie haben den Vertrag am 15. August 2016 dem Bundesrat zur Genehmigung eingereicht. Der Bundesrat ist bisher nicht auf diesen Antrag eingetreten.

Für Fragen steht Ihnen gerne unser Fachspezialist Adrian Schärli zur Verfügung: Adrian Schärli

Was die Revision des Fernmeldegesetzes mit der Krankenversicherung zu tun hat

curafutura begrüsst die im Zusammenhang mit der Revision des Fernmeldegesetzes geplante Änderung des Bundesgesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb. Damit werden die Grundlagen für einen sauberen Krankenversicherungswettbewerb geschaffen, jedoch ohne ein generelles Verbot der Telefonakquise.

Auf den ersten Blick haben Krankenversicherung und Fernmeldegesetz nur wenig gemeinsam. In den vergangenen Jahren hat sich der Fernmeldemarkt jedoch nicht nur technologisch sehr dynamisch entwickelt. Auch die Nutzer und die Nutzungsmuster haben sich stark verändert. Ein Ziel der aktuellen Revision ist es deshalb auch, die «Benutzerinnen und Benutzer von Fernmeldediensten vor unlauterer Werbung und vor Missbrauch durch Mehrwertdienste zu schützen». Im Rahmen der Revision des Fernmeldegesetzes wird daher – neben weiteren Erlassen – auch das Bundesgesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) geändert. Diese Änderungen wiederum haben direkte Auswirkungen auf die umstrittene telefonische Kaltakquise – Anrufe ohne vorherige Zustimmung des Angerufenen – im Krankenversicherungsmarkt.

Kaltakquiseanrufe, Missachtung von Sperrvermerken und das Nutzen von nicht registrierten Telefonnummern oder von Telefonnummern, die nicht zurückverfolgt werden können – wie dies oft durch freie Call-Center und freie Vermittler praktiziert wird – erzeugen in der Bevölkerung grossen Unmut und haben dem Image der Krankenversicherer sehr geschadet.

Kampf den unseriösen Angeboten

curafutura hat mit seinen Mitgliedern im Oktober 2015 verbindliche Qualitätsstandards verabschiedet, um mögliche Kundinnen und Kunden künftig vor unseriösen Angeboten und gesetzeswidrigen Aktivitäten zu schützen. Gleichzeitig enthalten die Qualitätsstandards Bestimmungen zur Verbesserung der Beratungsqualität für potenzielle Kunden. Diese «Qualitätsstandards für die Zusammenarbeit mit Vermittlern und für das Telefonmarketing» setzen deutliche Zeichen gegen telefonische Belästigungen durch Call-Centers. Die geplante Gesetzesrevision wird die Umsetzung dieser Standards unterstützen und stark erleichtern.

Griffige Gesetzgebung

curafutura begrüsst die im Zusammenhang mit der Revision des Fernmeldegesetzes geplante Revision des UWG. Die neuen gesetzlichen Bestimmungen bilden einen sinnvollen Rahmen für einen sauberen Kranken-versicherungswettbewerb, jedoch ohne ein generelles Verbot der Telefonakquise, wie dies teilweise von Konsumentenorganisationen gefordert wird:

  • In der Revision des UWG wird die «Kaltaquise» definiert. Dies schafft die Voraussetzung, dagegen vorzugehen.
  • Die Gleichbehandlung der Telefonnummern ohne Verzeichniseintrag mit den Nummern mit Stern-Vermerk richtet sich gezielt gegen die zunehmenden und störenden Anrufe auf Mobiltelefone.
  • Das Verbot der Nutzung nicht im Telefonbuch eingetragener Rufnummern für Werbeanrufe entspricht den Qualitätsstandards von curafutura und wird deren Umsetzung sehr erleichtern.

Ungelöst bleiben mit dieser Lösung vorerst die Probleme mit Call-Centern, die vom Ausland aus in der Schweiz tätig sind. Oft werden schweizerische Telefonnummern mitgesendet, um bei den Angerufenen den Eindruck zu vermitteln, es handle sich um einen Anrufer aus der Schweiz. curafutura würde daher eine gezielte Einschränkung der Vergabe Schweizer Rufnummern durch schweizerische Fernmeldedienste an ausländische Call-Center begrüssen.

 

Bern, April 2016






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